Archiv für die Kategorie „Erlebnisse“
Ich bin auch nur ein Mensch…
Etwas missmutig kam ich gestern von der Nachtschicht und holte mir wie immer noch ein paar Brötchen beim Bäcker. Ich kann euch sagen, das ich wirklich nur ganz kurz drinnen war, doch als ich die Bäckerei verließ, stand dort vor der Tür eine Politesse, die gerade dabei war ein Knöllchen zu schreiben. Meine Laune sank rapide in den Keller und deshalb raunzte ich die Uniformierte etwas unhöflich an: „Ich war wirklich nur ein paar Brötchen holen!“ Doch die Politesse schrieb unbeeindruckt weiter auf ihren Block herum. Ich spürte, wie mein Blutdruck bedenklich zu steigen begann und brüllte deshalb ungehalten: „Sagen sie mal sind sie etwa Taub? Ich sagte gerade, das ich höchstens zwei Minuten beim Bäcker drin war!“ Jetzt sah sie auf und sagte mit kalter Stimme: „Dafür kann ich nichts!“ Jetzt platzte mir der Kragen und ich schimpfte: „Sie blöde Kuh! Darauf fauchte sie: „Seien sie vorsichtig mit dem was sie sagen. Sonst gibt es noch eine Anzeige wegen Beleidigung als Zugabe!“
„Nur zu sie kaltes Politessen Herzchen. Sie würden auch jeden harmlosen Buggy mit Knöllchen zu kleistern! Tun sie was sie nicht lassen können!“ Darauf wurde sie sehr hektisch in ihrer Schreiberei, klemmte dann sichtlich aufgebracht die Knöllchen hinter die Scheibe des Autos vor dem sie stand und eilte mit den Worten: „Das gibt eine saftige Anzeige!“ davon.
Ich lächelte zufrieden und schlenderte mit meinen Brötchen nach Hause. Schließlich war ich zu Fuß unterwegs…
Fast wie Urlaub
Oha verdammt lange her, das ich was geschrieben habe musste ich gerade feststellen.
Ihr möchtet wissen was ich gemacht habe? Mein Chef meinte ich müsste mal ein bisschen Urlaub machen und durch Europa Reisen. Ich wurde eingesetzt um eine Künstlerin auf ihrer Europatournee zu begleiten. Ich sag euch echt ein drecks Jobs.
Ich war an allen Stationen die es zu besetzen gab. Mal hier mal da. Ich kenne alle ihre Lieder auswendig und kann sie nicht mehr hören.
Am Chilligsten war die Station wo die Fans Bonuspunkte eintauschen konnten. Die Punkte konnten sie bei den Events rund um das Konzert Sammeln und gegen Fan-Artikel eintauschen.
Eine kleine Pause habe ich jetzt noch (passend zur Fußball WM) und danach geht es wieder in den Objektschutz. Ich freue mich schon wieder mit Torben “um die Häuser” zu ziehen.
Der Mann ohne Arme
Es liegt zwar schon eine Zeit zurück, aber ich hatte auch mal eine Zeit in der ich die Nacht nicht zum Arbeiten nutzte. Es war die Zeit in der ich die Nacht dazu nutzte laute Musik zu Hören und Mädels anzubaggern.
Meine lieblings Disco war damals 15 Minuten Fußweg von meinem Zuhause entfernt. Damals war ich mal wieder auf Brautschau. Der Genuß von Alkohol gehörte einfach dazu. Ich habe es natürlich übertrieben und war mehr als betüdelt.
Irgendwann ist auch der schönste Abend vorbei und ich musste mich auf den nachhause weg machen. Mein größtes Problem an dem Abend war, das ich den weg nicht mehr wusste. So griff ich also zu meinem Handy und versuchte einen Kumpel zu erreichen. Während ich eine Auseinandersetzung mit meinem Handy hatte welches einfach nur meinen Kumpel anrufen sollte lief ich schonmal Los in die Richtung welche ich für die richtige Richtung hielt.
Nach vielen Versuchen schaffte ich es erfolgreich meinen Kumpel wach zu Klingeln. Ich schilderte ihm mein Problem und Vorhaben.
Mein Problem konnte er verstehen, aber leider nicht wo ich war. Ich suchte nach besonderen Gegenständen in der Umgebung. Straßenlaterne, Baum, Gebüsch, Zaun alles dies konnte meinen Kumpel nicht weiterhelfen.
Was dann folgte schreib ich mal als Dialog.
Ich: Da steht ein Mann!
Kumpel: Dann gebe mir den Mann mal!
Ich: Das geht nicht.
Kumpel: Wieso geht das nicht?
Ich: Der hat keine Arme.
Kumpel: Keine Arme???
Ich: Ich kann dir aber seinen Namen sagen.
Kumpel: Ja und wie heißt er?
Ich: H…. M….
Mein Kumpel fing herzhaft an zu Lachen. Den Namen den ich ihm sagte war ein Bürgermeisterkanidat und ich Stand vor einem Wahlplakat.
Tja auch solche Nachtschichten muss es mal geben
Der Großalarm am Gartenzaun
Manchmal muss man einfach nur lachen. Ich fange die Geschichte aber besser mal von Vorne an.
Torben und ich waren an diesem Abend zum Objektschutz auf einen sehr großen Firmengelände eingeteilt. Unsere Aufgabe war es drei Runden in der Schicht über das wirklich riesige Firmengelände zu laufen.
Wir mussten in einem Festen Zeitrahmen an den Produktionshallen unsere Sicherheitsausweise einschieben um zu bestätigen das alles Okay ist. Wir also gerade unserer zweiten Runde angefangen und wärend wir über betreutes Wohnen Diskutierten ging ein Stiller Alarm Stufe 2 los.
Ein Stiller Alarm ist soweit ja klar. Das heißt nichts anderes wie das keine Sirenen ertönen etc. Stufe 2 ist dann der Zusatz das die Polizei Alarmiert ist.
Da wir noch am Anfang der Runde waren, konnten wir schnell in Büro und sehen von welcher Stelle der Alarm ausgelöst wurde. Natürlich am äußerstem Eck. Wir in unser Fahrzeug und hingefahre.
Mittlerweile Klingelte auch schon das Handy und man stellte uns die Einsatzzentrale der Polizei durch. Wir erklärten was wir wussten und das war nicht viel.
Am Alarmort angekommen schalteten wir die Scheinwerfer am Zaun an. Es war Taghell, aber außer einen umgeknickten Zaunpfahl war nichts zusehen. Drei Polizeiwagen fuhren die Straße hoch. Blaulicht und kein Martinshorn.
Wir gingen mit den Beamten noch ein Stückchen den Zaun entlang und suchten nach etwas, was den Alarm ausgelöst haben könnte.
Aufeinmal hörten wir aus einem Gebüsch ein leichtes Röcheln. Wir liefen darauf zu. Die Beamten zogen in Ihre Waffen. Jetzt rascheltete es. Ein Mann erhebte sich aus dem Gebüsch oder eher Gesagt er versuchte es.
End vom Lied. Der gute Mann hat ein bisschen zuviel gefeiert und auf dem Nachhause weg den Zaunpfahl als störendes Hinderniss empfunden.
Die Beamten nahmen ihn mit und wir stellten den Zaunpfahl provisorisch wieder gerade.
REWE – Jeden Tag ein bisschen besser oder die unendliche Geschichte der Hochzeitsglückwunsch Karte
Auch ich muss, wenn ich nicht gerade auf Nachtschicht bin, hin und wieder einmal einkaufen. Eigentlich bin ich ja ein ALDI Fan doch manchmal muss es auch der REWE Markt sein. Bei letzteren hatte ich gestern wieder einmal ein recht unerfreuliches Erlebnis, was die Geschwindigkeit des Bezahlens angeht. Dabei wollte ich mir nur ein Magnum Eis kaufen. Nein, lange Warteschlangen gibt es in unseren REWE selten. Schließlich gibt es 6 Kassen und jeder Kassierer ist angehalten, sofort einen Kollegen zurufen und eine weitere Kasse zu öffnen, wenn in seiner Schlange mehr als 3 1/2 Leute stehen. Leider war ich heute „nur“ der zweite und trotzdem dauerte es ewig.
Der Grund war eine ältere Dame, die nur 2 Artikel und eine Frage an die Kassiererin hatte. Diese dauerte allerdings fast 10 Minuten. Sie sprach sehr langsam, während sie wissen wollte, warum für jede Hochzeitsangelegenheit eine Glückwunschkarte im REWE Sortiment zu finden sei, nur nicht die eine, die sie suchte. Und ehrlich, sie zählte alle Hochzeiten auf, die es gibt, darunter auch welche, von denen ich noch NIE etwas gehört habe.
Zweimal versuchte die Kassiererin heraus zu bekommen, welche Karte die Kundin eigentlich suchte, doch diese legte jetzt erst richtig los und zählte weitere Unmögliche Hochzeitskarten auf, wie zum Beispiel: Rostige Hochzeit, Frostige Hochzeit oder die Glückwünsche zur „Freien Hochzeit“ mit dem Untertitel „Endlich sind die Plagen 18 und aus dem Haus“.
Langsam machte ich mir ernstlich sorgen. Nicht um die Kundin vor mir, sondern vielmehr um mein Eis, das sich anschickte, gelangweilt vor sich hin zu schmelzen. Es wurde Zeit zu handeln! Ich meldete mich freundlich zu Wort, zeigte auf mein Eis und fragte die Kassiererin: „Kann das nicht eine Kollegin klären?“
Die Kundin vor mir drehte sich wütend um und fauchte: „Kann sie sicher nicht!“
Ich schaltete von Freundlich auf feindlich um und fauchte zurück: „Mein Eis wird niemals in ein Heiratsfähiges Alter kommen, wenn sie nicht endlich sagen, was sie eigentlich suchen!“
Das Mütterchen war etwas irritiert angesichts meines Zornes, wurde aber noch unfreundlicher und fauchte: „Ich brauch eine Karte für die Goldene Hochzeit sie ungehobelter Jungspund!“
Jetzt war ich richtig sauer. Niemand darf mich ungestraft einen „ungehobelten Jungspund nennen, nicht wenn man kurz vor seinem 50igsten Geburtstag steht. Ich schrie: „Solche Karten gibt es schon lange nicht mehr! Kein Mensch hält heutzutage eine Ehe solange aus! Und solche Leute wie Sie sind der Grund dafür!“
Jetzt endlich reagierte die Kassiererin und nahm mein inzwischen tropfendes Eis und zog es durch die Kasse. Doch für mich war dies völlig unakzeptabel. Ein Magnum Eis muss knacken, nicht tropfen. Deshalb verlangte ich nach einem neuen Eis und bekam es auch.
Bleibt die Frage: „Wird REWE jeden Tag ein bisschen besser oder dauert es manchmal etwas länger?
Habt ihr auch schon einmal solche unglaublichen Erlebnisse an einer Supermarktkasse gehabt? Und was denkt ihr Über Hochzeitskarten ?
Papiernotstand
So eine Nachtschicht kann schon mal sehr langweilig sein. Zum Glück Blogge ich ja jetzt, was mich aber trotzdem nicht von dem einen oder anderen Bedürfnis befreit.
Gerade dem Kollegen dem die ganze Verantwortung auf gebrummt und ab gemütlichen Schrittes in Richtung Klo Kachel-zimmer. Dort angekommen erst einmal angekommen und bequem gemacht. Zum Glück hatte ich mir vorhin noch ein neues Comic gekauft so konnte die nächste halbe Stunde der persönlichen Fortbildung widmen.
Irgendwann ist auch das schönste Comic gelesen, das dringendste Geschäft vollzogen und der Nikotinpegel mit Ultralichtgeschwindigkeit wieder in Richtung neutral. Höchste Zeit sich wieder gemütlich auf den Weg zu machen um das zu tun für was man bezahlt wird.
Wäre es nur so einfach. Der blinde griff in Richtung des Papiers also ihr wisst schon welches Papier. Nein nicht das Comic das andere Papier. Ließ mich ins leere greifen.
Eine sehr priekehre Situation. Zu hause würde ich jetzt einfach an den Wandschrank gehen und den Papiernotstand umgehend beheben, aber hier war das nicht so leicht zu realisieren. Die Putzfrau hatte wohl vergessen das Papier, welches in meiner aktuellen Situation sicherlich Gold Wert war, aufzufüllen.
Kurzerhand entschloss ich einfach zu schreien…. ja nicht Hilfe oder so. Ich rief einfach nach meinem Arbeitskollegen in der Hoffnung, das er mich hören würde und mich aus meiner Notsituation befreien würde. Es dauerte geschlagene 20 Minuten bis er mich endlich hörte.
Der Rest war recht unspektakulär. Ich schilderte ihm mein Problem, er ging in die heiligen Hallen der Putzfeen und hatte mich somit vor einem Lebenslangen verweilen auf dem WC gerettet.