Das gelbe Entchen G. Westerwelle ist nicht mein Duktus
Einer meiner Charakterristischen Eigenschaften als Mensch ist eine gerade Linienführung, wenn es darum geht, mich zu einem Thema zu äußern. Ich will damit sagen, das ich mich verständlich ausdrücke, ohne irgendwelche Fremdwörter, die aus dem Lateinischen stammen mögen.
Frau Merkel allerdings setzte bei ihrer Ausführung zum Thema Guido Westterwelle, und dessen Meinung zu Hartz 4 und so weiter, voraus, das alle Bürger ihre Wortwahl auch verstehen. (Im Harz 4 Satz ist die Anschaffung eines Wörterbuches leider nicht vorgesehen.)
Ich stelle dazu fest, dass die Wortwahl der Kanzlerin absolut nicht mein Duktus* sind! Eher mein Duke Tales. Denn nur dort gibt es tatsächlich gelbe Enten, die wirklich quaken können. Und das Tolle daran: Man versteht ihre Sprache auch ohne Duden/Lexikon. Vor allem aber: Echte Enten können nicht lügen und ihr Quarken erzeugt kein Echo!
Es ist an der Zeit das unreife und leider auch etwas Hässliches Entchen Guido Wessterwelle von seinem Surfbrett herunter zu werfen, bevor er mit seinem arroganten schnattern noch mehr Schaden anrichten kann! Guido bleibt und ist eine Ente und wird sich niemals in einen Schwan verwandeln können. In früheren Zeiten nannte man solche Menschen auch Hofnarren. Leider wurden die nicht so gut bezahlt…
* Duktus = “charakteristische Eigenschaft ” oder ” Linienführung “
Das unglaubliche Hasen Suchspiel Rätsel
In meiner letzten Nachtschicht suchte ich im Internet mal wieder nach Rätselseiten, denn mit Rätseln kann man sich auch gut die Zeit vertreiben. Bei meiner Suche stieß ich auf die Seite von stopkids, deren Betreiber doch tatsächlich behaupten, das schwerste Suchspiel Rätsel im Internet zu haben. Das konnte ich einfach nicht glauben und sofort machte ich mich daran die Aufgabe, die wirklich sehr einfach klingt, zu bewältigen.
Es geht darum insgesamt 18 Hasen zu finden, die jeweils einen Buchstaben bei sich tragen. Daraus soll man dann einen Lösungssatz bilden können. Wie gesagt, das alles klingt sehr einfach. Ist es aber nicht. Denn die kleinen weisen Nagetiere, die so aussehen:
, sind über die ganze Homepage verstreut. Ich habe in knapp 4 Stunden nur ganze 6 Hasen finden können. Zudem musste ich eine Stunde davon nur Lachen, da ich bei meiner Suche auf den Witze Seiten von „stopkids“ hängen blieb und mich köstlich über die Sparwitze amüsierte.
Aber zurück zu dem Suchrätsel und den Hasen, die mich in meiner kommenden Nachtschicht sicher weiter beschäftigen werden. Es scheint mir gerade so, das stopkids aus Hunderten von Seiten zu bestehen scheint und es deshalb so schwer ist, diese Hasen zu finden. Bis jetzt habe ich wie gesagt 6 Hasen mit folgenden Buchstaben: D, O, H, E, K und S. Daraus kann man die Worte HOSE, DOSE oder ES bilden. Aber sicher nicht den Lösungssatz.
Also für alle, die glauben besser zu sein als ich oder Langweile haben, denen kann ich das Hasen Suchspiel Rätsel nur empfehlen!
Was man auch noch machen kann…
Was mein Kollege Mario völlig vergessen hat, möchte ich noch nachtragen. In einer Nachtschicht kann man auch sehr gut die Zeit mit Telefon Streichen vertreiben.
Ich Bevorzuge dabei natürlich nur unbeliebte Menschen, solche eben, die es nicht anders verdient haben. Ihr wisst schon, was ich meine. In meinem Fall bekommt eine Nachbarin von mir regelmäßig Anrufe von Weckdiensten und von einem wirklich sehr aufdringlichen Telefonverkäufer, der ihr ein Abo für die Zeitschrift „Tratsch im Treppenhaus“ verkaufen möchte. (Tagsüber habe ich einfach keine Zeit für so etwas!)
Gerade habe ich es wieder getan! Natürlich mit verstellter Stimme. Diesmal wählte ich meine Spongebob Stimmen Imitation. Glaubt mir, diese kann ich ganz besonders gut imitieren. Verschlafen meldete sich meine Nachbarin wie immer mit: „Ja Bitte?“
Darauf ich: „Schön das sie noch Wach sind Frau …piep…! Wir hatten ja schon vorgestern Nacht das Vergnügen und ich möchte ihnen heute ein unschlagbares Angebot machen Frau …piep…!“
Sie: „Was? Hören sie mal, wissen sie nicht dass es schon 3:00 durch ist?
Ich: „Weiß ich doch Frau …piep…, aber sie müssen mich schon verstehen. Ich arbeite nachts, weil ich dann sicher sein kann, das meine wichtigsten Kunden auch zu Hause sind. Verstehen sie Frau …piep…, sozusagen in Nachtschicht!“
Sie: – Lautes gähnen…
Ich: „Also ich biete ihnen alle 15 Jahresausgaben der Zeitschrift „Tratsch im Treppenhaus“ für unschlagbare 90 teuer 90 an! – Ist das nicht unglaublich Frau …piep…?
Sie: Also ich habe jetzt wirklich keine Zeit für sowas…
Ich: „Verstehe ich nicht. Sie liegen doch sicher faul in ihrem Bett herum und behaupten einfach, dass sie keine Zeit für mich haben? Das ist ja unerhört!
Sie: Aber…
Ich: „Nichts aber! Ich werde sie bei der Hausverwaltung melden und von meinen Anwalt bekommen sie auch noch Post! Und wagen Sie es bloß nicht noch einmal mich mitten in der Nacht aus dem Bett zu klingeln!“
Damit beendete ich mein Gespräch und wie gesagt, sie hat es nicht anders verdient…
Was man so in einer Nachtschicht machen kann
Oftmals Unterhalte ich mich mit Mitstreitern und sie berichten mir von sehr langweiligen Nachtschichten. Ich weiß garnicht was die haben, ich finde Nachtschichten Prima. Endlich mal Zeit alles das erledigen wo man sonst Tagsüber nicht dazu kommt. Zuhause klingelt ja ständig das Telefon oder es schellt an der Tür.
Ich habe mir mittlerweile fast schon so einen kleinen Tagesplan für die Nachtschicht gemacht. Nein dieser Plan besteht nicht nur aus Comics lesen und diesen Blog schreiben, sondern auch wichtigen Sachen.
Ich schaue mir nämlich auch gerne meine Fotoalben an. Dort sind Bilder von allen lieben und netten Menschen drin.
Ich lese Nachts auch noch meine E-Mails, kaufe in Online Shops ein und Google nach Themen die mich Interessieren. Wikipedia ist z.B. eine der Seiten die ich öfters geöffnet habe einfach um meinen Wissenshunger zu stillen.
Ich hoffe ich konnte ein paar Ideen an meine Mitstreiter weitergeben. Was macht ihr so während der Nachtschicht?
Der Monster Kühlschrank
Eben war ich auf einem anderen Blog und las dort von einem Kühlschrank, der nicht kühlen will. Das Gerät, zwar gebraucht und mit Garantie, scheint nicht die Absicht zu haben, über die Zimmertemperatur hinaus etwas zu kühlen.
Das wiederum erinnerte mich an meinen neuen Kühlschrank, den ich vor einiger Zeit gekauft hatte. Ich hatte das Gerät bei einem großen, heute noch existierenden, Versandhandel gekauft. Soweit so gut. Brav wartete ich die Stunden ab, die man einem Kühlschrank geben sollte, bevor man ihn in Betrieb nimmt. (Die Kühlflüssigkeit muss sich ja erst setzen) Doch dann war es so weit. Ich steckte den Stecker ein und dann ging die Post ab.
Der Kompressor startete mit so einer unglaublichen Lautstärke, das unser Geschirr in den Küchenschränken zu klirren begann. Das war aber nicht das schlimmste. Sondern das, was der Kühlschrank dann machte. Er kühlte!
Jetzt werdet ihr sicher sagen, prima, dann ist ja alles OK. Doch das war es leider nicht. Das Monster kühlte was das Zeug hielt. Innerhalb kürzester Zeit sank die Temperatur im inneren auf -20 Grad. Für das Gefrierfach wäre das ja auch OK, aber nicht für den Rest des Kühlschranks. Auf der untersten Ablage maß ich nach 2 Stunden eine Temperatur weit unter -20 Grad ab. Dabei war der Temperaturregler gerade mal auf Stufe 2 eingestellt. Ich drehte den Regler auf 1 zurück, doch nichts änderte sich, mal abgesehen davon, dass die Temperatur weiter sank. Zur Sicherheit legte ich noch ein anderes Thermometer in den Kühlschrank, das die Angaben des ersten nur bestätigte. Bei Nachbarn lieh ich mir dann ein weiteres Thermometer, das bis -40 Grad messen konnte. Bei -30 Grad platzte mir der Kragen und ich zog erbost den Stecker heraus. Wütend rief ich beim Kundendienst an und schilderte das Problem.
Doch die wollten mir das nicht glauben. „Nein, so etwas gibt es nicht. Sie müssen sich irren. Sicher ist ihr Thermometer kaputt!“ Erbost fauchte ich in den Hörer: „Gleich 3 Thermometer sollen kaputt sein? Ich sag ihnen was, der Kühlschrank ist kaputt!“
Man versuchte mich zu beruhigen und mich damit abzuspeisen, doch mal eine Nacht das Gerät laufen zu lassen. Das würde sich sicher schon geben. Doch gab es sich nicht, außer dass die Kühlschranktür zu fror und ich diese erst mit Hilfe eines Föns wieder öffnen konnte.
Letztendlich bestand ich auf den sofortigen Austausch der Geräte. Schließlich war es Sommer und der alte Kühlschrank schon entsorgt. Leider musste ich dann doch noch 14 Tage auf Ersatz warten. Das neue Gerät lief dann Einwandfrei.![]()
Schwein mit Schweinegrippe in Deutschland
Als ich diese Schlagzeile auf Klamm.de “Schwein mit Schweinegrippe in Deutschland” las, dachte ich nur: “Was für ein armes Schwein!”
Dort hieß es nämlich: “In Deutschland hat sich erstmals nachweislich ein Schwein mit Schweinegrippe angesteckt. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz habe das neue H1N1-Influenzavirus bei dem Tier nachgewiesen, teilte das Gesundheitsministerium in Mainz am Donnerstag mit. «Es besteht kein Grund zur Aufregung», betonte Ministerin Margit Conrad (SPD). Menschen könnten sich nicht durch Schweinefleisch-Produkte infizieren.“
Natürlich gab es noch mehr zu lesen, unter anderen, das es ein Mensch war, der das arme Schwein angesteckt haben soll.
Leute, ich komme gerade von meiner Nachtschicht zurück und würde gerne schlafen wollen. Doch dieser Satz: “Schwein mit Schweinegrippe in Deutschland” lässt mich nicht zur Ruhe kommen.
Ich fülle mich schlecht! Ich ein Mensch und irgendwo da draußen das arme Schwein. Mit Fieber, in einen überfüllten Stall, dem Tode geweiht wartet es auf seine Henker, den Wurstmachern!
Und wer weiß schon wirklich, wie viele arme Schweine inzwischen an der Schweinegrippe erkrankt sind? Wie viel Hackfleisch wanderte inzwischen über die Theken der Metzgereien? Gibt es einen Schnelltest für frisches Hackfleisch? Macht es eigentlich Sinn über solche Schlagzeilen noch nach zu denken?
Ich sag es euch: “Nein, nein und noch einmal NEIN! Demnächst wird nämlich diese Schweinegrippe auf Gen manipulierte Lebensmittel übergreifen.
Und wer kennt sie nicht, die berühmten Killer Tomaten, den durchgeknallten Stangenspargel und nicht zu vergessen der gemeine Kopfsalat, der einen aus dem Hinterhalt einfach nur an zu husten braucht, damit wir selbst zum Kopfsalat werden. Von einer Kuh werden wir dann aufgefressen. Diese wird dann logischer weise die Kuhgrippe (Neue Form von Rinderwahnsinn) bekommen und so ganz nebenbei die erste sprechende Milch der Welt produzieren!
Ihr merkt es schon, so komme ich bestimmt nicht zu meinem wohl verdienten Schlaf. Das schreiben hat mich hungrig gemacht und deshalb werde ich jetzt schnell zu meinen Metzger an die Ecke laufen und mir zwei Brötchen mit leckeren Schweine Hackfleisch kaufen. Also bis demnächst!
Schweinegrippe Unser…
Es ist schon etwas her seit meinem letzten Artikel, doch ich lebe noch. Trotz Schweinegrippe! Da heute der 1. Advent ist, möchte ich mit euch ein etwas ungewöhnliches Gebet sprechen…
Schweinegrippe Unser…
Die du bist in unseren Körpern
Geheiligt sei dein Impfstoff
deine Nebenwirkungen…
deine Gefährlichkeit…
wie in Körper
Als auch in den Medien
Unsere täglich Dosis gib uns heute
und vergib uns unsere Dummheit
so wie wir vergeben unserer Regierung und der Pharmaindustrie
Und führe uns nicht zu R2D2
sondern erlöse uns von den Lügen
Denn dein ist das Virus und die Sprungkraft
von Mensch zu Mensch
In Ewigkeit
Amen
© by Torben Nachtschicht-Blogger 2009
In diesem Sinne wünsche ich euch eine ruhige und entspannte Adventszeit.
Der Mann ohne Arme
Es liegt zwar schon eine Zeit zurück, aber ich hatte auch mal eine Zeit in der ich die Nacht nicht zum Arbeiten nutzte. Es war die Zeit in der ich die Nacht dazu nutzte laute Musik zu Hören und Mädels anzubaggern.
Meine lieblings Disco war damals 15 Minuten Fußweg von meinem Zuhause entfernt. Damals war ich mal wieder auf Brautschau. Der Genuß von Alkohol gehörte einfach dazu. Ich habe es natürlich übertrieben und war mehr als betüdelt.
Irgendwann ist auch der schönste Abend vorbei und ich musste mich auf den nachhause weg machen. Mein größtes Problem an dem Abend war, das ich den weg nicht mehr wusste. So griff ich also zu meinem Handy und versuchte einen Kumpel zu erreichen. Während ich eine Auseinandersetzung mit meinem Handy hatte welches einfach nur meinen Kumpel anrufen sollte lief ich schonmal Los in die Richtung welche ich für die richtige Richtung hielt.
Nach vielen Versuchen schaffte ich es erfolgreich meinen Kumpel wach zu Klingeln. Ich schilderte ihm mein Problem und Vorhaben.
Mein Problem konnte er verstehen, aber leider nicht wo ich war. Ich suchte nach besonderen Gegenständen in der Umgebung. Straßenlaterne, Baum, Gebüsch, Zaun alles dies konnte meinen Kumpel nicht weiterhelfen.
Was dann folgte schreib ich mal als Dialog.
Ich: Da steht ein Mann!
Kumpel: Dann gebe mir den Mann mal!
Ich: Das geht nicht.
Kumpel: Wieso geht das nicht?
Ich: Der hat keine Arme.
Kumpel: Keine Arme???
Ich: Ich kann dir aber seinen Namen sagen.
Kumpel: Ja und wie heißt er?
Ich: H…. M….
Mein Kumpel fing herzhaft an zu Lachen. Den Namen den ich ihm sagte war ein Bürgermeisterkanidat und ich Stand vor einem Wahlplakat.
Tja auch solche Nachtschichten muss es mal geben
Mumienjagd im Naturkundemuseum
Heute werde ich euch von einer ganz besonderen Nachtschicht erzählen. Einer Nacht, die mir noch heute sehr gut in Erinnerung ist. Denn jene Nacht damals im Naturkunde Museum werde ich nie vergessen. Es war die Nacht der Nächte und sicherlich mit Abstand das gruseligste, was ich jemals in meiner Laufbahn als Wachmann bis heute erlebt habe. Normalerweise haben Museen ihre eigenen Nachtwächter, doch unsere Objekt war nicht normal…
Mario und ich schoben damals schon die 4. Woche in einem großen Naturkunde Museum unseren Nachtdienst und langsam wurde es langweilig. Wir kannten schon alle Namen der ausgestellten Dinosaurier auswendig, wussten wie viele Knochen sie hatten und hatten schon anhand von Programmen berechnet, welchen Knochen man wegziehen musste, um so einen Kolos zu Fall zu bringen. Mario hatte auch schon mehrere selbstklebende Zettel geschrieben, die wir in der letzten Dienstnacht an die entsprechenden Knochen kleben wollten. (Auf jeden Zettel standen nur 4 Worte: „Bitte zieh mich raus!“) Ich erinnere mich noch gut an Marios gehässiges Grinsen als er sagte: „Glaub mir Torben, in jeder verdammten Schulklasse die hier durch das Museum gezwungen wird, wird ein Kind sein, das, wenn es Lesen kann, genau das tun wird, was auf meinen Zetteln steht!“ (Damit hatte er zweifellos Recht. Denn nicht umsonst gibt es ja heute diesen berühmten Werbefilm einer Versicherung, die nur allzu gerne an dieser Stelle Namentlich genannt werden möchte. Ich sag nur: „Erst die Kohle, dann der Link…“
In jener Nacht also, es sollte übrigens unsere letzte in diesem Objekt sein, kamen Mario und ich auf die Idee, verstecken zu spielen. Schnell waren die Regeln festgelegt und Mario verschwand als erstes mit 10 Minuten Vorsprung in die im dunklen liegenden Ausstellungshallen.
Einen Plan folgend machte ich mich schließlich auf die Suche. Ich begann im oberen Stockwerk und wollte mich dann der Regeln entsprechend, nur mit Taschenlampenlicht ausgestattet, bis zu der Wanderausstellung der Mumien im Kellerbereich durch Arbeiten. Nach 15 Minuten hatte ich alles soweit durchsucht. Denn viele Versteck Möglichkeiten gab es eigentlich nicht. Schließlich begab ich mich mit etwas mulmigen Gefühlen auf die Treppe, die in das Land der ewig toten Mumien hinunter führte. Glaubt mir, ich bin nicht Ängstlich. Deshalb wird es niemanden wundern, dass ich natürlich kein Liedchen sang sondern laut und mit verstellter Stimme in die Katakomben hinunter schrie: „Ich rieche Menschenfleisch…“ oder „Mario du störst uns in unserer Ruhe…“ und „Wir wissen was du letzten Sommer auf dem Klo gelesen hast!“ Auf diese Weise gelangte ich schließlich in den Keller und zu den dort in einen Halbkreis aufgestellten TOP TEN der Mumien aus aller Welt. Neben dem prächtigen Sarkophag vom Pharao Tutanchamun, (dieser war geschlossen und sicher nur eine Nachbildung) gab es noch einige etwas weniger prächtige Grabbehältnisse, aus denen es tatsächlich nach Gammelfleisch und voll geschissenen Windeln roch. (Ich schwöre, so roch tatsächlich so!)
Angesichts der geballten Übermacht der Mumien rief ich laut und mutig: „Mario, ich weiß das du hier bist, na komm schon raus!“ Doch Mario blieb mir eine Antwort schuldig. Mit der Taschenlampe bewaffnet ging ich jetzt um jede ausgestellte Mumie herum und als ich bei Nummer 6 ankam, stockte mir der Atem. Es war nicht die Tatsache, dass der Sarkophag geöffnet war, sondern vielmehr das, was sich direkt davor in dem zur Dekoration gestreuten Wüstensand befand.
Deutlich waren dort Spuren zu sehen, spuren die von dem Sarg Nr. 6 wegführten und vor Mumien Behältnis Nr. 7 endeten. Dessen Deckel war, wie es schien ordnungsgemäß geschlossen.
Mir reichte es jedenfalls und ich griff kurzerhand zu meinem Funkgerät, das vorschriftsmäßig im „stand by“ Modus an meinem Gürtel hing. Ich schrie hinein: „Verdammt Mario, das geht entschieden zu weit!“ Statt einer Antwort erklang aus dem Lautsprecher das rauschen einer Toiletten Spülung.
Das was jetzt geschah lies mir das Blut in den Adern gefrieren. Gedanklich noch bei Mario, der nicht hier im Mumien Keller sein konnte, geschweige denn im Sarg Nummer 7, der mit Sicherheit nicht mit einer Klo Spülung ausgestattet sein konnte, musste ich mit ansehen, wie sich jetzt knarrend der Deckel von NR. 7 langsam öffnete. Und dann sprang völlig unverhofft eine graue Gestalt heraus. Vor Schreck lies ich Lampe und Funkgerät fallen und schrie mir die Seele aus dem Hals. In dem jetzt fast dunklen Raum konnte ich gerade noch sehen, wie das unbekannte etwas zu der Treppe eilte und nach oben hin verschwand. Und dann hörte ich Mario von oben schreien: „Halt! Stehen bleiben oder ich lese dieses Comic vor!“ Für kurze Zeit herrschte toten Stille und dann ertönte das Geräusch einer brechenden Glasscheibe. Inzwischen hatte ich mich wieder unter Kontrolle und stürzte zur Treppe hinauf um Mario beim Vorlesen zu helfen. Doch das unbekannte etwas hatte sich ganz offensichtlich zur Flucht durch einer der vier Eingangstüren, die zum Teil aus Glas bestanden, entschlossen.
Ich weiß, das alles hört sich an, als hätte Daniel Kübelböck versucht eine Gruselgeschichte zu schreiben. Doch ich schwöre: Jedes einzelne Wort ist wahr. Bis heute haben wir niemanden davon erzählt. Ihr seid die ersten, die davon erfahren. Man hätte uns damals sicher für verrückt erklärt und so unseren Job verloren. Die zerbrochene Glastür haben wir der Museumsleitung und unseren Vorgesetzten mit betrunkenen Raudis erklärt, die einfach einen Stein hinein geworfen haben sollen.
Ich lasse euch wirklich jetzt nur ungern mit der Gewissheit zurück, das irgendwo da draußen etwas herum läuft, das eigentlich in Sarg Nr. 7 gehört, einer muffigen, in grauen Lumpen gehüllten Mumie, die sicher nicht gerade gut gelaunt sein wird…. Aber es muss sein!
Der Großalarm am Gartenzaun
Manchmal muss man einfach nur lachen. Ich fange die Geschichte aber besser mal von Vorne an.
Torben und ich waren an diesem Abend zum Objektschutz auf einen sehr großen Firmengelände eingeteilt. Unsere Aufgabe war es drei Runden in der Schicht über das wirklich riesige Firmengelände zu laufen.
Wir mussten in einem Festen Zeitrahmen an den Produktionshallen unsere Sicherheitsausweise einschieben um zu bestätigen das alles Okay ist. Wir also gerade unserer zweiten Runde angefangen und wärend wir über betreutes Wohnen Diskutierten ging ein Stiller Alarm Stufe 2 los.
Ein Stiller Alarm ist soweit ja klar. Das heißt nichts anderes wie das keine Sirenen ertönen etc. Stufe 2 ist dann der Zusatz das die Polizei Alarmiert ist.
Da wir noch am Anfang der Runde waren, konnten wir schnell in Büro und sehen von welcher Stelle der Alarm ausgelöst wurde. Natürlich am äußerstem Eck. Wir in unser Fahrzeug und hingefahre.
Mittlerweile Klingelte auch schon das Handy und man stellte uns die Einsatzzentrale der Polizei durch. Wir erklärten was wir wussten und das war nicht viel.
Am Alarmort angekommen schalteten wir die Scheinwerfer am Zaun an. Es war Taghell, aber außer einen umgeknickten Zaunpfahl war nichts zusehen. Drei Polizeiwagen fuhren die Straße hoch. Blaulicht und kein Martinshorn.
Wir gingen mit den Beamten noch ein Stückchen den Zaun entlang und suchten nach etwas, was den Alarm ausgelöst haben könnte.
Aufeinmal hörten wir aus einem Gebüsch ein leichtes Röcheln. Wir liefen darauf zu. Die Beamten zogen in Ihre Waffen. Jetzt rascheltete es. Ein Mann erhebte sich aus dem Gebüsch oder eher Gesagt er versuchte es.
End vom Lied. Der gute Mann hat ein bisschen zuviel gefeiert und auf dem Nachhause weg den Zaunpfahl als störendes Hinderniss empfunden.
Die Beamten nahmen ihn mit und wir stellten den Zaunpfahl provisorisch wieder gerade.